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UNSER REISETAGEBUCH

Ein Beitrag von Frauke
Speisen wie Gott in Irland: Irisches (Koch-)Tagebuch

Fährt jemand wegen des Essens nach Irland? Nein, würdet Ihr sagen? Dort gibt es doch nur geschmackloses Brot mit Marmelade und Tee zum Frühstück! Und Eier. Und die sind bekanntlich gar nicht gut für den Cholesterinwert.

Bei der Reise nach ACHILL ISLAND sind wir davon überzeugt worden, dass die irische Küche sehr abwechslungsreich und geschmackvoll ist. Im Hause von Michael and Roisin Lavelle, Inhaber des B&Bs in Dooagh auf Achill Island, in dem wir untergebracht waren, erfuhren wir nicht nur, was es bedeutet, in Irland zu Gast zu sein - wir wurden sehr herzlich bei der mitternächtlichen Ankunft noch mit Tee und Keksen begrüßt, sondern lernten gleich ein wichtiges Motto des irischen Lebens kennen, das da lautet: anytime is teatime! Bei allen Gelegenheiten und zu allen Tageszeiten gibt es Tee, es ist nie zu spät oder zu früh für Tee, niemand ist zu alt oder zu jung für Tee und jedermann/frau schläft hervorragend nach einer Tasse Schwarztee (Assam ähnlich) in Irland. Der Tee in Irland scheint für alle Gelegenheiten geeignet: morgens zum Wachwerden zum deftigen Frühstück, abends zum Einschlafen nach dem Pub und am Nachmittag natürlich zum Plausch mit den anderen Reiseteilnehmern, in der Familie oder im Pub, für uns mit vielen Keksen auch als Erholung nach einem langen Spaziergang.

Ich möchte nicht die Kannen Tee zählen, die während der Sylvesterwoche unsere Kehlen hinunter rannen, jedoch würden wir es nicht schaffen, den Teeweltrekord zu brechen, wie uns von irischer Seite versichert wurde – den Titel verteidigen die Iren tagtäglich!

Zurück zum Essen: am ersten Tag erwartete uns ein liebevoll gedeckter Tisch mit einer reichhaltigen Auswahl an Köstlichkeiten: Toast, Butter, verschiedene Sorten Marmeladen, Sodabrot, Bananenbrot, Kleiebrötchen und für die Freunde von Körnerkost: Müsli und Obst. Auch bei der Anzahl mehrer Gäste – wir waren 7 – wurden für jede/n von uns die Eier (mindestens 2 pro GästIn) auf Wunsch zubereitet: scrambled, fried, dazu gab es wahlweise gebratene Tomaten oder sogar Bratkartoffeln. Natürlich durften die typischen etwas fettigen Würstchen oder der ham, und für ganz Harte der black pudding (eine Art grobe Blutwurst) nicht fehlen.

Ich genoss es, mir frisch zubereitetes Rührei AUF DER ZUNGE ZERGEHEN ZU LASSEN und fragte mich, wieso das Rührei so mild und leicht schmeckte?! Bestimmt waren die Eier von glücklichen Hühnern, die in dieser frischen sauberen Luft in Meernähe in irgendeinem Hausgarten des Dorfes vor sich hin pickten. Dazu die gebratenen Tomaten, die hervorragend munden, wenn man/frau in netter Runde ohne Zeitdruck mit Blick auf den Atlantik und mehrerer der Küste vorliegenden Felsen bei Roisin frühstückt. Und dann der Tee: wie kann dieser Tee im Beutel so gut schmecken, wo ich zu Hause Beuteltee nicht ausstehen kann? Welch ein Genuss! Mindestens eine Stunde lang nahmen wir Roisins Frühstücksservice in Anspruch, bis wir alle gestärkt und zufrieden unser Tageswerk – die Wanderung – beginnen konnten. Weitere Kannen post-walking tea folgten und brachten uns zumindest dem irischen Teetrinker Rekord näher. Ein Vorteil darf nicht unerwähnt bleiben: der Tee läßt sich ja auch hervorragend mit Whiskey oder Rum mischen.

Zur Stärkung für eine lange Pubnacht durften wir noch einmal Roisin’s Kochkunst genießen: zum Aufwärmen eine heiße sehr milde Porrecremesuppe, ein willkommener Appetitanreger. Als Hauptgang eine reiche Auswahl an Fleischgerichten: von Lammkeule, Steak oder (surprise!) mit Mortadella und Tomaten gefüllte Hühnerbrust bis zu scharf gewürztem Hühnergeschnetzelten in Nachos für Liebhaber der spanischen Küche. Die Bodenständigkeit der irischen Küche zeigte sich in den Beilagen: zart gedünsteter Porree, Möhren und jede Menge sehr schmackhafter leicht mehliger Kartoffeln. Die Frucht, die in Irland ja schon Geschichte machte, als sie während der großen „famine„ Mitte des 19. Jhdts. durch ihre Fäule das irische Volk in eine Hungersnot stürzte. Spaghetti Bolognese für alle erleichterte am Sylvester-Abend der Köchin die Arbeit und kam unserem Appetit absolut entgegen. So speisten wir die Woche wie Gott in Irland: eine bodenständige, gut gewürzte, schmackhafte und gesunde Küche an einem freundlich gedeckten Tisch am Fenster, das den Blick auf die Wellen des Atlantiks frei gab. Da alkoholische Getränke generell im Pub eingenommen werden ist nicht zu vermuten, dass unsere selbstgemachte und im „sitting room“ des B&B geschlürfte Feuerzangenbowle am Sylvesterabend den pints und hot whiskeys den Rang ablaufen wird.

Rezept für Hot Whiskey* :

20 ml irischen Whiskey in ein Glas tun (1/3). Mit sehr heißem Wasser auffüllen (2/3). 2 TL Zucker dazu und eine oder eine halbe mit Nelken gespickte Zitronenscheibe imGebräu schwimmen lassen.

* Indikation: Erkältung, schlechte Laune, nasse Füße, zu lange im Atlantik gebadet, erschöpft, über Hund geärgert, der immer beim Spazierengehen ausbüchst, verliebt in einen Iren, nach Heimkehr zur Entwöhnung vom Pubgang ab 22 Uhr. Auch von deutschen Ärzten ..äh ... Turnbeutelvergessern und Milchschaumschlürfern empfohlen.

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Reise 1:
ACHILL ISLAND / IRLAND

Die Kombination von Bilderbuchlandschaften, irischer Geschichte und Geschichten, herzlichen Inselbewohnern und langer Abende mit Musik und Gesang im Pub ist unschlagbar. Und solange der Dorfpolizist noch mitsingt, schließt der Pub auch nicht.
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Reise 2:
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Reise 3:
SYLVESTER / IRLAND
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Reise 4:
SCHREIBKURS/ IRLAND
Machen Sie einen Schreibkurs an Orten, wo die Geschichte noch lebendig ist - damit die Phantasie einmal ganz neue Impulse bekommt.
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